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Jun 30

Systempartition vergrößern mit GParted

Häufig treffen wir bei unseren Kunden auf die Anforderung virtuelle Systempartitionen zu vergrößern. Durch das einspielen von Service Packs und Security Patches erreicht man schnell, den Punkt über den man vor einem Jahr noch nicht nachdenken brauchte – Speicherplatz! Genügend Speicher im SAN vorrausgesetzt ist die Umstellung mit dem unter der GNU General Public License stehenden Tool “GParted” kein Problem.

Der entscheidene Vorteil von GParted ist, dass es sich um eine, auf das wesentliche beschränkte, Linux Live-Distribution handelt und es so schnell und einfach innerhalb der VMs eingebunden und gestartet werden kann.

GParted basiert auf GNU parted und kann bei vorhandenen ntfstools, die in der Live-CD bereits integriert sind, auch die Größe von NTFS-Partitionen ändern.

Nachstehend eine kleine Anleitung dazu:

  1. Backup:
  2. Für den Fall der Fälle empfiehlt es sich immer, vorher ein Image, in unserem Fall einen Snapshot der vorhandenen Systempartition zu erstellen.

  3. Vorbereitung:
  4. Das GParted ISO herunterladen und in VMware als CD-Laufwerk mounten.

    Image-einbinden-300x55 in

    Für physikalische Systeme einfach das ISO-File brennen, oder z.B. mit Unetbootin einen bootfähigen USB-Stick erstellen.

    Die Größe der virtuellen Festplatte entsprechend in VMWare erweitern.

    VMware-Eigenschaften-300x251 in

  5. Boot
  6. Beim Boot der Live-CD die “Default” Option wählen und Tastaturlayout „Select keymap from arch list“ -> „qwertz“ wählen. Anschließend noch Sprache einstellen (10 für Deutsch) und “X” starten.

  7. Größenänderung
  8. Die GUI erleichtert den Überblick über die Volumes und ermöglicht nach Auswahl des zu vergrößernden Laufwerks und anschließenden Klick auf Größe Ändern/Verschieben die Größenanpassung. Anschließend genügt ein Klick auf “Apply”.

    GParted-300x214 in

    Je nach Datenträgergröße kann dieser Vorgang schon einmal etwas länger dauern.

    Die Entwickler empfehlen im FAQ aus Sicherheitsgründen immer nur eine Operation nacheinander an NTFS durchzuführen.

    Bei exotischeren Dateisystemen schadet ein Blick in die Featureliste von GParted nicht.

  9. Neustart
  10. Hierbei sollte Windows automatisch CHKDSK ausführen. Ansonsten empfiehlt es sich, dieses zum Integritätscheck manuell anzustoßen.

GParted kann zudem Partitionen und Dateisysteme ändern, erstellen, löschen aber auch Partitionen überprüfen und kopieren.

Weitere Informationen zu GParted bietet das Ubuntu Wiki

Gastbeitrag von Thomas Knevels

Jun 01

…nach der Vergrößerung des LUNs auf dem iSCSI-Storage

Des öfteren kommt es vor, dass die vorab dimensionierten Größen der LUNs auf dem bereitgestellten Storage nicht mehr ausreichen. In diesem Fall ist es zwingend notwendig, das LUN zu vergrößern. In der Regel stellt dies auch kein größeres Problem dar.

SR01-300x229 in

Um seinem XenServer dieses auch begreiflich zu machen, müssen jedoch folgende Schritte durchgeführt werden:

Step 1: Virtuelle Maschinen herunterfahren

Step 2: Identifizieren des Universally Unique Identifier (UUID) des Storage Repository (SR):
# xe sr-list

Step 3: Identifizieren des “Physical Block Device” (PBD), welches mit der UUID verknüpft ist:
# xe sr-param-list uuid=<UUID>|grep PBD

Step 4: Abhängen des PBD, welches mit dem SR verknüpft ist:
# xe pbd-unplug uuid=<PBD UUID>

Step 5: Anhängen des PBD, welches mit dem SR verknüpft ist:
# xe pbd-plug uuid=<PBD UUID>

Step 6: Virtuelle Maschinen hochfahren – jetzt wird die neue größe des LUNs angezeigt

SR1-300x229 in

Links:
http://support.citrix.com/article/CTX120865

Thomas Gronenwald

Mrz 03

Wie ändere ich den Bonding-Mode in XenServer 5.5?

Standardmäßig nutzt XenServer 5.5 ein “source-based ARP load balancing” (balance-slb) für die erstellten Bonds. In unserem Fall, wollen wir uns jedoch am IEEE-Standard 802.3ad  / LACP (Link Aggregation Control Protocol ) orientieren.

Im generellen, bietet XenServer 5.5 folgende unterstützte Bonding-Typen an:

  • balance-rr
  • active-backup
  • balance-xor
  • broadcast
  • 802.3ad
  • balance-tlb
  • balance-alb
  • balance-slb

Um nun den gewünschten Modus zu aktivieren, muss innerhalb der /opt/xensource/libexec/interface-reconfigure der Bond-Mode in Zeile 863 angepasst werden.

Das geht schnell und einfach mit:

vi /opt/xensource/libexec/interface-reconfigure

031-300x123 in 

Hinweis: Um Schnell in die richtige Zeile zu kommen einfach “863G” in VIM eingeben. Mit “i” in den Insert-Modus wechseln, Änderungen vornehmen und mit “:wq” speichern und beenden.

Um zu überprüfen ob der Bond funktioniert kann man folgenden Befehl nutzen:

cat /proc/net/bonding/bond<bondnumber>

Vorher:

021-300x180 in

Nachher:

011-300x179 in

Die dazu benötigte Bondnummer erhält man mit dem Befehl:

ifconfig

Es empfiehlt sich die Netzwerkkarten danach nocheinmal zu deaktivieren und wieder zu aktivieren, damit die Änderungen angenommen werden können:

/etc/init.d/networking restart

Thomas Gronenwald

Feb 27

Gesunder Herzschlag

In diesem Monat ist die Fortsetzung meiner Artikelserie “SAN-Hochverfügbarkeit mit Openfiler und DRBD-Cluster” in der Fachzeitschrift “IT-Administrator” erschienen. Unter dem Motto “Gesunder Herzschlag” – erläutere ich diesmal die Konfiguration von Heartbeat, die Erstellung der LUNs und die Einbindung in Xen Server.

201002 in

Die aktuelle Ausgabe kann auch unter folgendem Link erwoben werden.

IT-Administrator als Einzelheft online erwerben

Thomas Gronenwald